Archiv der Kategorie: Klimapolitik

Benzinpreis hoch – mit Klimageld

(02.12.25, akt. 05.12.25) Der Rollback bei der Klimapolitik auf EU-Ebene kann beklagt werden – oder als Anlass genommen werden, über wirkungsvollere Instrumente nachzudenken. Die Kommentare über die geplante Aufhebung des Verbrennerverbots sind sich einig: Die fossile Autoindustrie habe gewonnen, die Klimapolitik verliere an Glaubwürdigkeit, die Zukunft der E-Mobilität stehe auf dem Spiel. Ausgerechnet ein Kommentator… Weiterlesen »

Warum Europa den CO2-Preis retten muss

(18.11.25) Europa war angetreten, ein faires und effizientes Modell zur CO2-Reduktion zu entwickeln. Nun aber gewinnen bürokratische Subventionen und Ordnungsrecht an Gewicht. Der Beschluss des EU-Umweltrates zur Verschiebung des Emissionshandels für Gebäude und Verkehr (ETS 2) auf das Jahr 2028 wirkt auf den ersten Blick politisch vernünftig: Haushalte und Mittelstand seien am Limit, die erwarteten… Weiterlesen »

Emissionshandel für Gebäude und Verkehr in der Sackgasse

(04.11.2025, überarbeitet 07.11.25) Der Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS 2) soll laut Beschluss des EU-Umweltrates um ein Jahr auf 2028 verschoben werden. 19 Mitgliedstaaten hatten sogar eine Verschiebung um drei Jahre gefordert. Die jetzige Einigung schwächt die Rolle des CO2-Preises. An Gewicht gewinnt dagegen der bürokratisch wie finanziell aufwendigere Weg von Subventionen und Ordnungsrecht.… Weiterlesen »

Den Tanker umsteuern! Ein Thesenpapier zum Buch

(20.10.2025) Deutschlands Versuch, Klima- und Umweltziele mit teuren Subventionen und strengen Vorschriften zu erreichen, ist weder zukunftsfähig noch global übertragbar. Die eigentliche Messlatte ist eine andere – die Entwicklung eines nachhaltigen Wirtschaftsmodells, welches von Schwellen- und Entwicklungsländern übernommen werden könnte. „Den Tanker umsteuern!“ liefert eine erweiterte Begründung für die Umverlagerung der Steuer- und Abgabenlast vom… Weiterlesen »

Der Archimedische Punkt: Die Verbindung von Finanzierungs- und Lenkungszielen

(21.05.2025) An Konzepten zur Bekämpfung der Klimakrise mangelt es nicht. Die Lösungen seien bekannt, es fehle lediglich am politischen Willen oder der Konsequenz, das Notwendige umzusetzen. So das gängige Narrativ. Doch diese Annahme ist ein Irrtum. Leitbild der deutschen und europäischen Politik ist nach wie vor ein wachstumsorientiertes Wirtschaftsmodell – nun als sogenanntes „Grünes Wachstum“.… Weiterlesen »

Klimapolitik aus der Sackgasse holen (Teil 2)

(aktualisiert 20.05.2025) Der ab 2027 geltende Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS 2) enthält viele ungeklärte Baustellen: die enorme Unsicherheit bei der Höhe des CO2-Preises, die sehr unterschiedliche Lenkungswirkung eines EU-weit einheitlichen CO2-Preises, die Fragwürdigkeit des beschlossenen Preisdeckels. Wir diskutieren die alte Frage: Klimageld oder Subventionen zum Ausgleich steigender CO2-Preise, sehen uns an, welche Chancen… Weiterlesen »

Klimapolitik aus der Sackgasse holen (Teil 1)

(aktualisiert 20.05.2025) Die Klimapolitik ist in einer Sackgasse angekommen. Nichts macht dies so deutlich wie die aktuelle Aussage von CDU-Klimapolitiker Thomas Heilmann, der für die Klimapolitik nur die Alternativen „Förderung“ oder „Verbote“ im Blick hat. [1] Keine guten Aussichten in Zeiten knapper Kassen, global der Normalfall. Wir wollen uns ansehen, wie wir aus diesem Dilemma… Weiterlesen »

Ressourcenverbrauch – der Blinde Fleck der Umweltpolitik

(aktualisiert 21.10.2024) Die deutsche und europäische Umweltpolitik hat sich das Leitbild vom Grünen Wachstum auf die Fahnen geschrieben. Dabei ist die Grundfrage nicht beantwortet: Ist Grünes Wachstum tatsächlich möglich? Für die erforderliche Halbierung des Ressourcenverbrauchs in Deutschland gibt es nicht einmal Zielvorgaben. Wenn wir „Grünes Wachstum“ sagen, reden wir zumeist von der Einsparung von Treibhausemissionen.… Weiterlesen »

Lenkungsabgaben für Landwirtschaft plus Ökobonus für Verbraucher

(aktualisiert 16.01.2024) Die Landwirtschaft braucht endlich eine klare Perspektive in Richtung Ökolandbau. Weitaus effizienter als Ordnungsrecht und Fördergelder ist die Anlastung bisher externer Folgekosten. Steigende Preise sind kein Problem, wenn die Einnahmen pro Kopf der Bevölkerung zurückgezahlt werden. Das im Koalitionsvertrag formulierte Ziel der Bundesregierung, bis 2030 dreißig Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch zu bewirtschaften,… Weiterlesen »

Agora-Studie zeigt gravierende Fehlstellen beim EU-Emissionshandel für Gebäude und Straßenverkehr

(aktualisiert 18.01.2024) Die Denkfabrik Agora Energiewende hat eine Studie mit einem Konzept zum Übergang vom nationalen zum EU-Emissionshandel vorgelegt. Deutlich wird, dass das Instrument erhebliche Fehlstellen aufweist, die eine grundsätzliche Diskussion erforderlich machen. Schon, weil die möglichen Folgen von drastischen Preissteigerungen einerseits oder andererseits einem zu niedrigen Preisdeckel kaum zu unterschätzen sind. Auch deshalb, weil… Weiterlesen »